Inklusiver Sporttag mit Spiel, Spaß und Teamgeist in Sandweier
Am Samstag, den 13. Juni 2026, fand in der Rheintalhalle in Baden-Baden-Sandweier das inklusive Kinder- und Jugendsportfest des Badischen Behinderten- und Rehabilitationssportverbandes (BBS) statt. Ausrichter war der TV Sandweier. Insgesamt nahmen 27 Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderung teil.
Im Mittelpunkt standen nicht die Leistungen einzelner Sportlerinnen und Sportler, sondern vor allem die Freude an der Bewegung, das gemeinschaftliche Erleben und der Teamgedanke. Ziel des Sportfestes war es, Kindern und Jugendlichen mit und ohne Behinderung die Möglichkeit zu geben, gemeinsam Sport zu treiben, neue Erfahrungen zu sammeln und verschiedene Sportarten kennenzulernen.
Für den BBS steht dabei vor allem das Miteinander im Vordergrund. „Es geht darum, dass die Kinder miteinander in Kontakt kommen und zusammen etwas erleben. Gleichzeitig bekommen auch die Eltern Einblicke in andere Behinderungsarten und die Herausforderungen, die damit verbunden sind. Der Wettkampfgedanke spielt dabei eine untergeordnete Rolle“, erläutert Holger Kimmig vom BBS.
Die Idee für das Sportfest entstand im Abschlussseminar des inklusiven Paralympischen Jugendlagers, das der BBS im Rahmen der Paralympischen Spiele in Paris 2024 durchgeführt hatte. Die teilnehmenden Jugendlichen brachten ihre Erfahrungen und Ideen ein und entwickelten daraus das Konzept für die Veranstaltung. Mit zwei ehemaligen Teilnehmenden des Jugendlagers, die das Sportfest als Helfer unterstützten, schloss sich dabei der Kreis von der Planung bis zur praktischen Umsetzung.
Der Vormittag des Sportfestes stand ganz im Zeichen eines abwechslungsreichen Geschicklichkeitsparcours. Die Teilnehmenden absolvierten die verschiedenen Stationen in Gruppen mit jeweils fünf Personen. Teamgeist, Geschicklichkeit und gegenseitige Unterstützung waren dabei gleichermaßen gefragt.
Kimmig begleitete eine der Gruppen durch die einzelnen Stationen und beobachtete aufmerksam, wie die Teams die gestellten Aufgaben meisterten. Besonders beeindruckt zeigte er sich davon, mit welcher Kreativität und Schnelligkeit die Kinder eigene Lösungswege entwickelten.
Am Nachmittag konnten die Kinder und Jugendlichen im Rahmen eines Perspektivwechsels verschiedene Sportarten ausprobieren. Angeboten wurden Para-Tischtennis, Rollstuhlsport und Blindensport. Die Teilnehmenden hatten dabei die Gelegenheit, neue Bewegungsformen kennenzulernen und Erfahrungen aus einer anderen Perspektive zu sammeln.
Zum Abschluss des Sportfestes fiel die Bilanz sehr erfreulich aus. Sowohl Veranstalter als auch Ausrichter zeigten sich mit dem Verlauf äußerst zufrieden. Vor allem hatten die Kinder und Jugendlichen viel Freude an den gemeinsamen Aktivitäten und konnten zahlreiche neue Eindrücke mit nach Hause nehmen. Auch von den Eltern gab es viel Lob für die Veranstaltung. So fasste ein Elternteil seine Eindrücke mit den Worten zusammen: „Es hat uns richtig Spaß gemacht und vor allem zu sehen, welche Freude die Kinder hatten, tat richtig gut. Es wäre schön, wenn nächstes Jahr wieder solch ein tolles Fest stattfinden würde.“