Teilnahmeregelung

Allgemeine Teilnahmeregelungen

  1. Teilnahmebedingungen
    1. Die Ausbildung der Übungsleiter/innen setzt voraus, dass die Teilnehmer/innen sowohl aus-reichende eigene Sporterfahrung haben (z. B. durch regelmäßige Teilnahme am Übungsangebot der Vereine) als auch bereits Erfahrungen im Umgang mit einer bestimmten Gruppe von Menschen mit Behinderungen vorliegen. Im Sinne der Hilfe zur Selbsthilfe und der damit verbundenen gewünschten Selbstbestimmung der Sportgruppe ist die Ausbildung von Menschen mit Behinderung ausdrücklich erwünscht. Daher werden auch Menschen mit Behinderung aufgefordert, sich zu Übungsleitern ausbilden zulassen.
    2. Angehende Übungsleiter müssen körperlich, geistig und sozial in der Lage sein, eine Sportgruppe für Menschen mit einer Behinderung verantwortungsvoll zu leiten.
  2. Anmeldeverfahren
    1. Die Teilnehmer/innen müssen die allgemeinen Teilnahmeregelungen einhalten und die Voraussetzungen für die jeweiligen Aus- und Fortbildungslehrgänge erfüllen.
    2. Die Anmeldung erfolgt auf dem entsprechenden Vordruck in der Regel über einen BBS-Mitgliedsverein an die Geschäftsstelle des Badischen Behinderten- und Rehabilitationssportverbandes (BBS), spätestens bis zum angegebenen Meldeschluss.
    3. Die Zulassung zur Übungsleiterausbildung im BBS soll grundsätzlich nach den Bedarfen des jeweiligen Vereins erfolgen. Maßgebende Kriterien für eine Bewertung sind hier vor allem:
      1. Die in der letzten Bestandsmeldung gemeldeten Mitglieder/Teilnehmer.
      2. Die Anzahl der dem Verein bereits zugeordneten Übungsleiter.
    4. Der Verein hat auf dem Anmeldeformular zu bescheinigen, dass die Übungsleiter/innen im Verein tätig sind, bzw. die neuen Übungsleiter/innen spätestens drei Monate nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung in einer entsprechenden anerkannten Rehabilitationssportgruppe des Vereins eingesetzt werden. Bei Nichteinhalten dieser Frist behält sich der BBS vor, dem anmeldenden Verein nachträglich die Lehrgangssicherungsgebühr für "Sonstige" Teilnehmer zu berechnen.
    5. Die Teilnehmer erhalten eine Bestätigung über den Eingang sowie eine Information über den aktuellen Status der Meldung. Bis zirka zehn Tage vor Lehrgangsbeginn erhalten die Teilnehmer/innen vom Badischen Behinderten- und Rehabilitationssportverband alle weiteren Informationen zum Lehrgang. Der Badische Behinderten- und Rehabilitationssportverband ist Ansprechpartner bei allen Fragen zum Lehrgang.
    6. Teilnehmer/innen aus anderen Landesverbänden können nur berücksichtigt werden, wenn bei Meldeschluss noch Lehrgangsplätze frei sind.
    7. Die Durchführung des Lehrganges ist von einer ausreichenden Anzahl von Teilnehmer/innen abhängig. Sollte diese Zahl nach Anmeldeschluss nicht erreicht werden, muss der Lehrgang abgesagt werden. Bereits gezahlte Lehrgangssicherungsgebühren werden dann selbstverständlich zurückgezahlt.
    8. Wie in den vergangenen Jahren, werden wir uns auch in diesem Lehrgangsjahr wieder bemühen, interessierte Teilnehmer/innen bei bereits ausgebuchten Lehrgängen auf eine Warteliste zu setzen und diese kurzfristig bei Absagen anderer zu informieren und zu berücksichtigen.
    9. Wir weisen an dieser Stelle vorsorglich darauf hin, dass Teilnehmer/innen, die nicht über einen Sportverein angemeldet wurden, auch keinen Versicherungsschutz über die Sportversicherung haben.
    10. Bei groben Verstößen gegen die Hausordnung der Sportschule oder schädigendem Verhalten gegenüber der Gruppe, können Teilnehmer/innen vom Lehrgang ausgeschlossen werden.
    11. Der BBS behält sich vor, den Lehrgangsort/-termin aus organisatorischen Gründen zu ändern.
  3. Kosten
    1. Die Lehrgangssicherungsgebühren sind der Ausschreibung zu entnehmen und nach Erhalt der Lehrgangsbestätigung unter Angabe des Namens und des Lehrgangs an den Badischen Behinderten- und Rehabilitationssportverband zu entrichten.
    2. Sollte die Lehrgangssicherungsgebühr nicht fristgerecht bei uns eingehen, behält sich der BBS das Recht vor, den bis zu diesem Zeitpunkt reservierten Lehrgangsplatz wieder frei zu gegeben.
    3. Bei Absagen nach Meldeschluss wird eine Verwaltungsgebühr in Höhe von 25% der Lehrgangssicherungsgebühr erhoben. Sollten zudem Ausfallgebühren entstehen, werden diese ebenfalls in Rechnung gestellt. Bei kurzfristigen Absagen innerhalb einer Woche vor Lehrgangsbeginn ist eine Rückzahlung der Lehrgangsgebühr nicht mehr möglich.
    4. Die Lehrgangssicherungsgebühr beinhaltet die Kosten für Unterbringung und Verpflegung. Die Unterbringung bei Lehrgängen erfolgt in Zweibettzimmern. Gegen Aufpreis können direkt über die Südbadische Sportschule Steinbach Einzelzimmer gebucht werden (vorbehaltlich freier Kapazitäten).
  4. Vergabe der Übungsleiterlizenzen / Zulassung zur Prüfung
    1. Lizenzen werden nur an solche Teilnehmer/innen vergeben, die nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung in einem Mitgliedsverein des Badischen Behinderten- und Rehabilitationssportverbandes als Übungsleiter/in tätig werden. Alle andere Teilnehmer/innen erhalten eine Teilnahmebescheinigung.
    2. Eine erfolgreiche Teilnahme an allen Unterrichtseinheiten ist Voraussetzung für die Zulassung zur Prüfung.
    3. Eine Zulassung zur Prüfung kann nur erfolgen, wenn vor Prüfungsbeginn alle erforderlichen Unterlagen vorliegen. Das sind:
      • Nachweis über die Erste-Hilfe-Ausbildung (9 Lerneinheiten, nicht älter als 2 Jahre)
      • Hospitationsbescheinigungen
        • Hospitationen müssen grundsätzlich in einer anerkannten Rehasportgruppe mit qualifizierten Übungsleitern stattfinden. Ohne Angabe der Lizenznummer und gültiger Lizenz wird die Hospitation nicht anerkannt.
      • Teilnahmebescheinigungen der besuchten Lehrgänge
      • Unterschriebender Ehrenkodex
    4. Die Ausbildungsmaßnahmen für den Erwerb einer Lizenz muss grundsätzlich innerhalb von zwei Jahren abgeschlossen sein.
  5. Sporttauglichkeit
    1. Mit der Anreise zum Lehrgang dokumentiert der Teilnehmer dem BBS und den Referenten gegenüber, dass er sporttauglich ist. Wir bitten um Verständnis, dass die Referenten insbesondere bei der Höhe der Belastung nicht auf einzelne Probleme innerhalb des Lehrganges eingehen können. Dies bedeutet aber umgekehrt auch, dass die aktive Teilnahme am Lehrgang zwar unumgänglich für das erfolgreiche Bestehen des Lehrganges ist, jedoch dies nicht um jeden Preis und mit jeder Belastung erforderlich ist.
  6. Anerkennung von Vorkenntnissen
    1. Der Badische Behinderten- und Rehabilitationssportverband kann prüfen, ob bzw. in welchem Umfang den Teilnehmern/Teilnehmerinnen bestimmte Ausbildungsblöcke erlassen werden können. Entscheidend ist der jeweils nachweisbare Ausbildungs- bzw. Studiengang.
    2. Die Entscheidung auf Verkürzung der Ausbildungszeit wird immer als Einzelfallentscheidung auf Antrag eines Mitgliedsvereins getroffen.
    3. Alle Anträge hierzu sind bei der Geschäftsstelle des Badischen Behinderten- und Rehabilitationssportverbandes einzureichen. Entsprechende Qualifikationsnachweise sind beizufügen.
  7. Lizenzverlängerung
    1. Mit dem Erwerb einer Lizenz ist der Ausbildungsprozess nicht abgeschlossen. Die zeitliche und inhaltliche Begrenzung der jeweiligen Ausbildungsgänge macht eine Fort- und Weiterbildung notwendig.
    2. Innerhalb des Gültigkeitszeitraums müssen 15 Fortbildungspunkte (FP) erworben werden. Fehlzeiten bei den Fortbildungsveranstaltungen führen zum Abzug von Fortbildungspunkten.
    3. Es bestehen folgende Möglichkeiten zur Lizenzverlängerung:
      • Erfolgreiche Teilnahme an einer Ausbildungsmaßnahme in den Blöcken 30 bis 80, in denen noch keine Lizenz erworben wurde.
      • Erfolgreiche Teilnahme an einer für den jeweiligen Lizenzbereich zugelassenen Fortbildungsveranstaltung innerhalb des Deutschen Behindertensportverbandes.
      • Die Anerkennung von externen Fortbildungen obliegt dem BBS und muss vorab angefragt werden.
    4. Die Lizenzverlängerung (bei BBS-Übungsleitern) kann nur von der BBS-Geschäftsstelle vorgenommen werden. Hierzu ist eine Kopie der Fortbildungsmaßnahmen im Ablaufjahr einzureichen.
    5. Lizenzen können nur vom BBS verlängert werden, solange die Tätigkeit bei einem BBS-Mitgliefsverein ausgeübt wird.
    6. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass ein Übungsleiter ohne gültige Übungsleiterlizenz keine anerkannte Rehasportgruppe leiten darf und somit auch keine Abrechnung mit den Kostenträgern möglich ist. Nur gültige Übungsleiterlizenzen können von den Sportbünden bzw. dem BBS bezuschusst werden.