Rehabilitationssport: Kleine Revolution für Herzsportgruppen

Ab sofort darf ein Arzt bis zu drei Herzsportgruppen parallel betreuen. Der Vizepräsident des Deutschen Behindertensportverbandes (DBS), Thomas Härtel, erklärt dazu: "Diese Regelung stellt eine wesentliche Erleichterung für die Durchführung von Herzgruppen dar. Die bisher erforderliche ständige Anwesenheit des Arztes in jeder einzelnen Herzgruppe ist nicht mehr erforderlich, dennoch bleibt die ärztliche Begleitung und Betreuung sichergestellt".

Diese Neuerung für den ärztlich verordneten Rehabilitationssport wurde nun durch die Rehabilitationsträger auf Bundesebene genehmigt. Damit diese Sonderregelung von den Vereinen in Anspruch genommen werden kann, müssen folgende Rahmenbedingungen gegeben sein:

  • die Übungsräume liegen auf einer Ebene und sind untereinander schnell und barrierearm erreichbar (z.B. Dreifachsporthalle) 
  • die ärztliche Betreuung und die Übungsleiter kennen die kürzesten Wege zwischen den Übungsräumen
  • die ärztliche Betreuung erfolgt über die volle Übungszeit und die persönliche Anwesenheit ist auf alle beteiligten Gruppen aufgeteilt
  • der Defibrillator und der Notfallkoffer sind zentral aufgestellt und zu jeder Zeit für alle Gruppen zugänglich
  • bei Notfällen oder Unfällen wird die Übungseinheit der betroffenen Gruppe abgebrochen und entsprechende Notfallmaßnahmen eingeleitet

Vereine, die diese Sonderreglung für ihre Herzsportgruppen in Anspruch nehmen wollen, können dies beim BBS beantragen und müssen darüber hinaus die Herzsportgruppenteilnehmer und die verordnenden Ärzte entsprechend informieren.

Weitere Informationen zu dieser Sonderregelung erhalten Sie bei der BBS-Geschäftsstelle.

DBS/BBS

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